Innovative Finanzierungsmodelle für den Aufbau von Breitbandnetzen in unterversorgten Gebieten


Wege, wie Investmentbanken ihren Ruf wiederherstellen können


Lauchhammer, 17. September 2014 – Beim 17. Kabelkongress stehen die Regionen Deutschlands im Mittelpunkt, die trotz der Breitbandinitiative der Bundesregierung immer noch auf High-Speed-Internet warten. Dort, wo die großen Carrier wegen angeblich mangelnder Rendite ihre Netze nicht ausbauen, liegt die Chance für mittelständische Netzbetreiber. Wie Ausbauprojekte mit Hilfe von privaten und institutionellen Anlegern (z.B. Versicherungen) über Banken finanziert werden können, diskutieren Kabelnetzbetreiber und Wirtschaftsexperten zusammen mit Tim Brauckmüller, Geschäftsführer des Breitbandbüros des Bundes, am 7. Oktober im Congress Center Leipzig.


Bei den Kommunen macht sich Enttäuschung breit, denn trotz der Digitalen Agenda von Infrastrukturminister Alexander Dobrindt können viele ihren Unternehmen und Bürgern noch immer keinen leistungsfähigen Breitbandanschluss bieten. Den benötigen gerade die viel gerühmten „Hidden Champions" aus dem Mittelstand, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Dieses brachliegende Marktpotenzial können mittelständische Netzbetreiber für sich nutzen. Jedoch erweist sich die Finanzierung von Breitbandprojekten gerade in ländlichen Regionen und in den Randlagen der Ballungsräume als sehr große Herausforderung. Immer noch wird behauptet, dies sei wirtschaftlich unrentabel. Auf dem Kabelkongress des Fachverbands Rundfunk- und BreitbandKommunikation (FRK) und des Bundesverbands Lokal TV (BLTV) stellen am 7. Oktober in Leipzig Experten aus der Kabel- und Netzwerkbranche sowie der Finanzwelt anhand funktionierender Beispiele mittelständischer Firmen innovative Finanzierungsmodelle für den Aufbau von Breitbandnetzen in unterversorgten Regionen vor und diskutieren wie es richtig und wirtschaftlich rentabel für die Investoren gemacht werden kann.


Der FRK-Vorsitzende Heinz-Peter Labonte sieht insbesondere die Politik in der Verantwortung: „Anstatt von der Versicherungswirtschaft zu fordern, ihr Geld in Infrastrukturen über von Banken zu initiierende Breitbandfonds anzulegen und die entsprechenden Regelungen politisch zu schaffen, hält das Finanzministerium lieber durch Gesetzesänderung zum Nachteil der Versicherten die Lobby bei Laune." Labonte fordert eine Dezentralisierung des Breitbandausbaus durch den Einsatz von und Öffnung für Mittelständler mit innovativen Finanzierungskonzepten.


So könnten Genossenschaftsbanken und Sparkassen Eigenkapitalfonds auflegen und die Einlagen bei privaten und institutionellen Anlegern einwerben. Falls noch nötig, könnte das notwendige Fremdkapital von den Banken bereitgestellt werden. „Die notwendige Aufklärung über die Renditechancen sollte anhand der existierenden Erfolgsbeispiele durch die Schulungsinstitutionen der Finanzwirtschaft oder zum Beispiel durch das Breitbandbüro des Bundes der Finanzwirtschaft erklärt werden", so der FRK-Vorsitzende.


Auf diese Weise könnte sich die Digitale Agenda für den angeschlagenen Ruf der Bänker als nützlich erweisen. „Reputationsfixiert wie sie nun einmal sind, bietet ihnen die Digitale Agenda eine konstruktive, auf Rendite orientierte Möglichkeit der Resozialisierung eines ganzen Berufstandes durch Investitionen in heimatliche Infrastruktur", erklärt Labonte. So wandle sich die vermeintliche Rentabilitätsschwäche der Agenda zur PR-Chance für die Bankenwirtschaft. Labonte erwartet am 7. Oktober eine rege Diskussion mit den Vertretern aus dem Finanzsektor.


Kontakt:
Heinz-Peter Labonte
Vorsitzender des FRK – Fachverband Rundfunk- und BreitbandKommunikation
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