FRK fordert volle Klarheit statt Nebelbomben in Sachen Rundfunkbeitrag

250 Mio. Mehreinnahmen pro Jahr ermöglichen bestenfalls Gebührensenkung um 50 Cent – nicht um einen Euro

In einem Brief an den Sächsischen Ministerpräsidenten Tillich wiederholt der FRK den Vorschlag einer „Dualen Medienordnung in Einzeitungskreisen"

Lauchhammer, den 5.12.2013

„Die gesamte Diskussion über die Mehreinnahmen aus dem Rundfunkbeitrag nimmt immer mehr die Form eines Wettbewerbs um die lustigste Milchmädchenrechnung an", erklärte der Vorsitzende des Fachverbands Rundfunk- und BreitbandKommunikation – FRK, Heinz-Peter Labonte, heute in Lauchhammer.

Brief vom Vorsitzenden des FRK an Ministerpräsident Tillich

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FRK schlägt privatwirtschaftliches Finanzierungsmodell für die Breitbandversorgung im ländlichen Raum vor

„Versicherungswirtschaft Verzinsung über 5 % ohne Änderung der Regeln für die Bewertungsreserven ermöglichen"

Berlin, den 26.11.2013: Bevor der Versicherungswirtschaft eine geringere Beteiligung der Kunden an den eingezahlten Reserven erlaubt wird, sollten regionale Finanzierungsfonds den Versicherungen eine jährliche Verzinsung ihrer Anlagen von jenseits der 5 % sicher stellen. Dies schlägt der FRK in einem Brief an den Bundesfinanzminister Schäuble vor.

Die weit verbreitete Bedienerunfreundlichkeit von Fernsehempfangsgeräten hat der Fachverband Rundfunk- und BreitbandKommunikation – FRK in einer Presseerklärung kritisiert.

Der Vorsitzende des Verbands, Heinz-Peter Labonte, erklärte heute in Lauchhammer, dass bei der Abschaltung der analogen Fernsehverbreitung über Satellit im Jahre 2012 und der Umstellung auf Digitalempfang insbesondere die unabhängigen mittelständischen Kabelnetzbetreiber (uKNB) hätten erfahren müssen, dass die Hersteller vor allem von TV-Empfangsgeräten sehr komplexe Empfangssysteme verkauften, die vielfach die Kunden überfordern. Hierdurch entstehe für die Kabelnetzbetreiber und ihre Kunden bei der Abschaltung von analogen Verbreitungswegen eine hohe zeitliche und wirtschaftliche Sonderbelastung, weil die Kunden und Verbraucher bei der Ersteinstellung aber auch bei Transponderwechseln von Sendern häufig die Assistenz von Fachleuten benötigten. Daran änderten auch proprietäre Systeme großer Netzbetreiber oder Pay TV-Anbieter nichts. Das Gegenteil sei der Fall, dadurch und durch vielfach nicht miteinander kompatible Entschlüsselungskarten werde die Verwirrung sogar noch erhöht.

  • Stärkung der Landesmedienanstalt wichtiger als Gebührensenkung um 50 Cent monatlich
  • Lokale Rundfunkangebote stärken Breitbandinfrastruktur im ländlichen Raum
  • FRK-Symposium für die erste Jahreshälfte 2014 angekündigt

Berlin, den 11.11.2013

„Die vom FRK stets erwarteten Mehreinnahmen von mindestens 500 Mio. Euro pro Jahr aus der Rundfunk-Haushaltsgebühr bestätigen sich. Sie sollten zur Vollendung des Dualen Rundfunksystems genutzt werden. Dadurch kann lokale Medienvielfalt gesichert und geschaffen werden. In Zeiten zunehmender Einzeitungskreise ist es wichtig für unsere demokratische Kultur, u.a. im ländlichen Raum auch hier mehrere Angebote in lokaler Berichterstattung und Meinungsbildung zu haben. Diese Aufgabe kann im deutschen Mediensystem nur duch eine Stärkung der Landesmedienanstalten erfolgen, was dem Hang zum (von internationalen Finanzinvestoren geförderten) Medienzentralismus entgegenwirkt", erklärte der Vorsitzende des Fachverbands Rundfunk- und BreitbandKommunikation, Heinz-Peter Labonte, heute in Berlin anlässlich der bekannt gewordenen Schätzung zu den Mehreinnahmen aus der Umstellung von GEZ- auf Haushaltgebühren.